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Blick von oben zeigt die Zukunft
Ebsdorfergrund, Fronhausen und Amöneburg planen gemeinsame Bühne
Ebsdorfergrund-Wittelsberg. Ein gemeinsames Projekt wollen die politischen Vertreter von Ebsdorfergrund, Amöneburg und Fronhausen auf den Weg bringen. Sie planen den Kauf einer mobilen Veranstaltungsbühne - und hoffen, auch Marburg und Weimar gewinnen zu können.
Bunte Mischung an der Wittelsberger Warte: Heinrich Rabenau (von links), Michael Heimann, Helmut Jung, Stefan Heck, Andreas Schulz, Reinhold Weber, Bernd Riehl, Rudolf Rhiel und Werner Böckler planen ein gemeinschaftliches Projekt ohne Rücksicht auf Parte
Eine illustre Runde verdienter Kommunalpolitiker hatte sich am Donnerstagabend an der Wittelsberger Warte versammelt. Dort - am Wahrzeichen der Gemeinde Ebsdorfergrund - stellten die Männer um die Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) als Gastgeber und Reinhold Weber (Bürger für Fronhausen, BfF) sowie den Amöneburger CDU-Fraktionschef Stefan Heck ein neues Gemeinschaftsprojekt vor.
Kosten werden zusammen getragen und teilweise von EU übernommen
80 000 Euro soll eine transportable Bühne kosten, und diese Anschaffung wollen die beiden Südkreisgemeinden und die Stadt auf dem Berg gemeinsam tätigen. Aus bekannten Gründen: "Mit Ausnahme von Ebsdorfergrund müssen wir genau kalkulieren", beschrieb Amöneburgs Erster Stadtrat Bernd Rhiel (CDU) die finanzielle Situation der beteiligten Kommunen.
Allerdings haben die Kämmerer der künftigen Bühneninhaber ihre Hausaufgaben gemacht: Alle drei Kommunen gehören der Region Marburger Land an - und die kann auf Unterstützung aus den Fördertöpfen der Europäischen Union (EU) hoffen. 60 Prozent - effektiv eher 50 Prozent - der Anschaffungskosten werde die EU tragen, kündigte Schulz an.
Um die Summe, die die Mitglieder der Region Marburger Land jeweils aufbringen müssen, so klein wie möglich zu halten, wollen die Projektteilnehmer sämtliche zur Region gehörenden Kommunen ins Boot holen. Ganz sicher sei indes noch nicht, ob sich die Stadt Marburg und die Gemeinde Weimar tatsächlich am geplanten Kauf beteiligen, gab Schulz zu.
"Marburg kann eine derartige Anschaffung allein bewältigen", meinte Rudolf Rhiel, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler-Gemeinschaft (FWG) in Amöneburg. Und Weimar habe nach dem Amtswechsel im Rathaus - Peter Eidam (parteilos) hat sich im Juli gegen Amtsinhaber Volker Muth (SPD) durchgesetzt - vermutlich zunächst andere Sorgen.
Darin waren sich alle einig. Weitgehend Einigkeit herrschte jedoch auch in der Frage, dass die eigenen Kommunalparlamente das Projekt mehrheitlich unterstützen werden. Während die Gemeinde Ebsdorfergrund den erforderlichen Betrag für Beteiligungen an Vorhaben der Region Marburger Land bereits in den kommunalen Haushalt eingestellt hat, müssen Amöneburg und Fronhausen diesen Schritt noch gehen. "Ich bin sicher, dass das Stadtparlament das geplante Projekt unterstützen wird", zeigte Heck sich optimistisch. Und auch Fronhausens Gemeindeoberhaupt war überzeugt, eine Mehrheit unter den politischen Vertretern seiner Kommune zu finden. Zumal - so führte Weber aus - die Vorteile einer eigenen Bühne klar auf der Hand lägen. Er erinnerte an ungezählte Veranstaltungen in den einzelnen Kommunen, aber auch gemeinsame wie den autofreien Sonntag, an dem sich Fronhausen, Amöneburg und der "Grund" beteiligen.
Die genauen Konditionen, wie mit der neuen Bühne umgegangen werden soll, müssten sicher noch festgelegt werden, stellte Heinrich Rabenau, einziges Mitglied der Grünen-Fraktion in der Gemeindevertretung von Ebsdorfergrund, fest. Zunächst sei es jedoch beachtenswert, dass über sämtliche kommunalen und parteipolitischen Grenzen hinweg zusammengearbeitet werde.
Der Kauf der überdachten und mobilen Bühne könne ein erster Schritt sein, sagte Heck und stellte für die Zukunft weitere Projekte in Aussicht.
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