Presse
21.01.2011, 16:40 Uhr | Oberhessische Presse / Florian Lechbacher
Kandidaten planen fairen Wahlkampf
Gestern war Meldefrist für Bürgermeisterwahl · Richter-Plettenberg, Wichert und Arendt treten an
Drei Kandidaten haben ihre Unterlagen für die Bürgermeisterwahl abge-geben. Heute Abend prüft der Amöneburger Wahl-ausschuss um 18 Uhr in den Bürgerstuben, ob die eingereichten Papiere ausreichend sind.
Am Montagabend während der Stadtverordnetenversammlung trafen (von links), Anders Arendt, Michael Richter-Plettenberg und Jan-Gernot Wichert, die drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 27. März erstmals aufeinander. Foto: Florian LerchbacherSparkass
LerchbacherAmöneburg. Gestern um 18 Uhr war Schluss. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten Kandidaten für die Bürgermeisterwahl ihre Unterlagen beim Amöneburger Wahlleiter abgegeben haben. „Es gab keine Überraschungen mehr“, kommentierte Burkhard Wachtel. Heute um 18 Uhr über-prüft der Wahlausschuss die Pa-piere, zu denen bei parteiunab-hängigen Kandidaten zum Bei-spiel Unterschriftenlisten ge-hören. Mindestens 46 Bürger müssen die Kandidatur unter-stützen – diese Hürde galt es zu überwinden für Anders Arendt und Amtsinhaber Michael Rich-ter-Plettenberg, der zwar SPD-Mitglied ist, in Amöneburg je-doch als parteiunabhängiger Kandidat antritt. Als Dritter geht Jan-Gernot Wichert für die CDU ins Rennen.Am Montag trafen die drei Kandidaten während der Stadt-verordnetenversammlung erst-mals aufeinander – Richter-Plettenberg in seiner Funktion als Amtsinhaber, Wichert und Arendt als Zuhörer. Im kurzen Gespräch mit dieser Zeitung war der Umgang der Kandida-ten miteinander freundlich und von guter Laune geprägt. Es ent-brannte sogar eine kurze Dis-kussion über ein politikfernes Thema: Richter-Plettenberg er-kundigte sich über die geplan-te Wahlkampf-Berichterstat-tung und wollte wissen, ob es neben Fragen zur Politik auch wieder solche zum Privatleben geben werde. Natürlich sei dies geplant, bekam er zur Antwort, was ihn zu einem Rückblick be-wegte: Vor sechs Jahren sei er gefragt worden, wie er sterben wolle. Damals wie auch heu-te laute seine Antwort „im Ste-hen“, was Wichert zum Hinweis verleitete, er wolle lieber im Lie-gen im Schlaf sterben. Arendt indes wollte sich nach einem kurzen Augenblick des Nach-denkens nicht festlegen. Eine Frage – drei unterschiedliche Antworten. Die Vermutung liegt nahe, dass dies bei zahlreichen Themen der Fall sein wird.Mehr als zwei Monate sind noch Zeit, bis die Amönebur-ger an die Wahlurnen treten. „Ich habe immer gewusst, dass ich nicht als einziger Kandidat antreten werde“, sagte Rich-ter-Plettenberg zu seinen Mit-bewerbern und ergänzte, er hof-fe für den Wahlkampf auf einen fairen Umgang miteinander. „Ich werde für mich werben und versuchen, die Kritik an ande-ren auszublenden“, sagte er zu seinem Vorgehen.Wichert pflichtete ihm bei und betonte, er hoffe ebenfalls auf einen fairen Wettbewerb und einen Wahlkampf, der auch ein bisschen Spaß mache. „Dinge der Vergangenheit“ wolle er ru-hen lassen und „besonders die Zeit, bevor ich nach Amöneburg kam“ unkommentiert lassen: „Da kann und will ich nichts zu sagen“, hob der Kandidat der Christdemokraten hervor.Damit sprach Wichert einen Punkt an, den Arendt ebenfalls thematisierte: die Amtszeit des ehemaligen Amtsinhabers. „Ich hoffe, dass meine Vergangen-heit ruhen kann und nicht stän-dig aufgewärmt wird. Ich möch-te nach vorne schauen.“ Er hof-fe für die Kandidaten, die letzt-endlich „nicht dieses wunder-bare Amt innehaben werden“, dass sie „damit leben können und weiter eine gute Zukunft in Politik oder anderen Teilen
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